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Wettbewerb unter Schulen wirkt sich positiv auf Leistungen aller Schüler aus |
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Donnerstag, 24. Februar 2011 um 00:00 Uhr |
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Berlin,
17. Februar 2011 – Mehrere wissenschaftliche Institute kommen zu dem
Ergebnis, dass Wettbewerb im Bildungswesen ein maßgeblicher
Einflussfaktor ist, um Schülerleistungen und die Qualität im Schulsystem
zu steigern. Vor diesem Hintergrund fordert der Verband Deutscher
Privatschulverbände e.V. (VDP), für alle Schulen und Schulträger
gleichwertige Rahmenbedingungen für einen fairen Wettbewerb um die
besten pädagogischen Konzepte herzustellen.
Eine Ende 2010 veröffentlichte internationale Vergleichsstudie des ifo
Instituts für Wirtschaftsforschung zeigt, dass die Schüler aus Ländern
mit einem funktionierenden Wettbewerb zwischen staatlichen und privaten
Schulträgern überdurchschnittliche Leistungen erzielen. So verbessere
ein zehn Prozent höhere Privatschüleranteil die Leistungen aller Schüler
in einer Größenordnung, die etwa drei bis sechs Monate zusätzlichen
Unterrichts entspricht. „Diese wissenschaftlich fundierten Erkenntnisse
können nicht ignoriert werden. Die weiter zunehmende Abhängigkeit der
Wirtschaft und Gesellschaft von gut ausgebildeten und qualifizierten
jungen Menschen muss durch ein leistungsfähiges und vielfältiges
Bildungssystem Rechnung getragen werden“, erklärt Michael Büchler,
Präsident des VDP. Nicht eine staatlich reglementierte
Organisationsstruktur sei für den Erfolg eines Bildungssystems
ausschlaggebend. Entscheidend seien vielmehr Möglichkeiten, auf
individuelle Bedarfslagen von Schülern durch unterschiedliche
Bildungsangebote eingehen zu können.
Hierzu stehen die jüngsten
bildungspolitischen Entscheidungen einiger Bundesländer in einem
deutlichen Gegensatz. „Durch Kürzungen der Finanzhilfe für freie
Schulen, Vorgaben zu ihren Klassen- und Jahrgangsgrößen sowie
verschärfte Regelungen für Schulneugründungen versucht die Politik,
Autonomie und einen qualitätsfördernden Wettbewerb im Bildungssystem
einzuschränken“, so Büchler weiter. Anstatt allen Schulen mehr
Selbstbestimmung zuzugestehen werde versucht, das freie Schulwesen klein
zu halten. Untersuchungen des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln
und anderer belegen, dass Schulen in freier Trägerschaft schon seit
Jahren unter nachteiligen Wettbewerbsbedingungen leiden. Diese zeigen
sich insbesondere durch eine unzureichende und intransparente staatliche
Finanzierung.
Der Verband Deutscher Privatschulverbände
e.V. vertritt freie Bildungseinrichtungen im allgemein bildenden und
berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im
tertiären Bereich (Fachhochschulen und Hochschulen). Der 1901 gegründete
Verband bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch
konfessionell oder parteilich. Zusammen mit den beiden konfessionellen
Privatschulverbänden, dem Bund der freien Waldorfschulen und der
Vereinigung Deutscher Landerziehungsheime bildet der VDP die
Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen.
Verantwortlich für den Inhalt: Florian Becker, Pressesprecher
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