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Übergangssystem Schule-Beruf ist unverzichtbar |
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Dienstag, 01. Februar 2011 um 00:00 Uhr |
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BIBB-Befragung: Bildungsexperten sind sich einig: Übergangssystem Schule-Beruf ist unverzichtbar Berlin, 1. Februar 2011 – 81 Prozent der Berufsbildungsexperten
halten das Übergangssystem für unverzichtbar. Das ist das Ergebnis einer
aktuellen Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und der
Bertelsmann Stiftung. Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V.
(VDP) sieht damit seinen Standpunkt zur Notwendigkeit des
Übergangssystems bestätigt. Auch zukünftig werden Maßnahmen und Angebote
für Jugendliche erforderlich sein, die sie beim Übergang von der Schule
in den Beruf unterstützen.
Derzeit verlassen rund 65.000 Jugendliche die Schule ohne
Hauptschulabschluss. Zu Beginn des Ausbildungsjahres 2010 haben zudem
über 84.000 junge Menschen keine Lehrstelle in einem Betrieb gefunden.
„Ohne Qualifizierungs- und Fördermaßnahmen des Übergangssystems haben
viele dieser Jugendlichen keine Chance auf einen Ausbildungsplatz und
bleiben langfristig vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen“, erklärt Anja
Eckert, Bundesgeschäftsführerin des VDP. Vor diesem Hintergrund seien
Rufe nach einer Abschaffung des Übergangssystems realitätsfern. Sowohl
für nicht ausbildungsreife Jugendliche als auch für Schulabgänger ohne
einen betrieblichen Ausbildungsplatz bietet das Übergangssystem
sinnvolle Bildungsmöglichkeiten. Hierzu zählen unter anderem
praxisorientierte Qualifizierungsmaßnahmen, die zu einem Schulabschluss
führen, oder außerbetriebliche Ausbildungsgänge.
Damit die Zahl
der nicht ausbildungsreifen Schüler abnimmt, unterstützt der VDP den
Ansatz einer frühzeitigen Berufsorientierung und Förderbedarfsanalyse in
den Schulen. „Hier ist es zudem wichtig, dass die schulische
Berufsvorbereitung mit dem Übergangssystem verzahnt wird und im
Bedarfsfall frühzeitig eine individuelle und praxisnahe Förderung
betroffener Schüler einsetzt“, so Eckert weiter. Für viele
allgemeinbildende Schulen ist es nicht leistbar, zusätzlich zum normalen
Unterricht berufsvorbereitende Förderangebote bereitzustellen. In
diesen Fällen sollten Fachleute der berufsbildenden Praxis, die zudem
gute Kenntnisse über die Bedarfslagen der jeweiligen regionalen
Ausbildungsmärkte mitbringen, die allgemeinbildenden Schulen in ihrer
Arbeit unterstützen. Wichtig ist es, dass den gefährdeten Jugendlichen
nicht nur vermittelt wird, wie sie auf Lehrstellensuche gehen und eine
Bewerbung schreiben. Sie müssen vor allem Einblicke in die Berufspraxis
erhalten und über Möglichkeiten und Grenzen ihres regionalen
Ausbildungsmarktes informiert werden.
Der Verband Deutscher
Privatschulverbände e.V. vertritt freie Bildungseinrichtungen im
allgemein bildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der
Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Fachhochschulen und
Hochschulen). Der 1901 gegründete Verband bindet seine Mitglieder weder
weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich. Zusammen mit den
beiden konfessionellen Privatschulverbänden, dem Bund der freien
Waldorfschulen und der Vereinigung Deutscher Landerziehungsheime bildet
der VDP die Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen.
Verantwortlich für den Inhalt: Florian Becker, Pressesprecher
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