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Ausbildung an privaten Berufsfachschulen immer beliebter PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 17. Januar 2007 um 10:51 Uhr

PRESSEMITTEILUNG

Schülerzahlen steigen / Alternative zur betrieblichen Berufsausbildung

Frankfurt am Main. Die Ausbildung an einer privaten Berufsfachschule wird in Deutschland immer beliebter. Wie das statistische Bundesamt mitteilt, besuchten im Schuljahr 2005/06 rund 122.000 Schüler eine Berufsfachschule in freier Trägerschaft. Das sind rund 8.000 mehr als im Jahr zuvor. Gleichzeitig stieg der Anteil der Privatschüler unter den Berufsfachschülern von 20,9 auf 21,7 Prozent. Innerhalb von zehn Jahren hat sich die Schülerzahl an privaten Berufsfachschulen damit mehr als verdoppelt: Im Schuljahr 1995/96 lag sie noch bei rund 48.000, ihr Anteil bei 16,0 Prozent.

„Immer mehr Jugendliche erkennen in der Ausbildung an einer privaten Berufsfachschule eine sinnvolle Alternative zu einer betrieblichen Ausbildung im dualen System“, kommentiert der Geschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Privatschulen e.V. (VDP), Christian Lucas, die Zahlen. „Nicht umsonst wird diese Form der Berufsausbildung seit langem erfolgreich praktiziert und genießt bei den Arbeitgebern einen hervorragenden Ruf.“ Zu den Vorteilen einer Ausbildung an einer privaten Berufsfachschule zählt Lucas unter anderem innovative, zukunftsorientierte Ausbildungsinhalte, hohe Flexibilität, die häufig gebotene Möglichkeit zur Doppelqualifikation oder zum Erwerb eines höheren Schulabschlusses, die hohe Qualität und die Unabhängigkeit von der aktuellen Ausbildungsbereitschaft der Betriebe.

Ein großes Problem gibt es nach Ansicht des VDP allerdings bei Ausbildungsberufen, für die neben der betrieblichen Berufsausbildung im Rahmen des dualen Systems auch eine schulische Ausbildung angeboten wird. „Hier ist es bislang in der Regel nur den Absolventen einer betrieblichen Ausbildung möglich, ein Kammerzeugnis zu erwerben“, erläutert Lucas und fordert: „Dies muss bei entsprechender Ausbildung endlich auch den Schülern von Berufsfachschulen ermöglicht werden, so wie es die Neuregelung des Berufsbildungsgesetzes von 2005 vorsieht.“

Die Ausbildung an Berufsfachschulen erfolgt in der Regel in Vollzeit und dauert zwischen einem und drei Jahren. Die meisten Angebote gibt es in den Bereichen Wirtschaft und Verwaltung, Technik, Gesundheit und Körperpflege, Ernährung und Hauswirtschaft. Typische Ausbildungen an Berufsfachschulen sind beispielsweise Ausbildungen zu den verschiedenen Assistentenberufen, etwa für Hotelmanagement, Elektrotechnik oder Fremdsprachen.

Der Bundesverband Deutscher Privatschulen e.V. vertritt freie Bildungseinrichtungen im allgemein bildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Fach-/Hochschulsektor). Der 1901 gegründete Verband bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich. Zusammen mit den beiden konfessionellen Privatschulverbänden, dem Bund der freien Waldorfschulen und der Vereinigung Deutscher Landerziehungsheime bildet der VDP die Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen.

Verantwortlich für den Inhalt: Martin Kunze, Pressesprecher

 
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