| Länderübergreifender Zugang zu Bildungsangeboten ist massiv eingeschränkt |
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| Donnerstag, 17. November 2011 um 00:00 Uhr | |||
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Länderübergreifender Zugang zu Bildungsangeboten ist massiv eingeschränkt Hamburg/Berlin, 17. November 2011 – Auf der heutigen Jahrespressekonferenz des Verbands Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) fordert der VDP-Nord Bund und Länder auf, die Barrieren beim länderübergreifenden Schulbesuch abzubauen und Brücken zwischen föderalen Schulstrukturen zu schaffen. Schulen in Hamburg sind kaum mehr in der Lage, Schüler und Auszubildende aus den Nachbarländern aufzunehmen und zu beschulen. „Die Freiheit, unter Bildungsangeboten auswählen zu können, endet an den Landesgrenzen. Damit schränkt der Staat den Zugang zu Bildung massiv ein“, erklärt Jan Heinze, Landesvorsitzender des VDP in Hamburg. Zugänglichkeit und Chancengerechtigkeit dürften nicht von den Haushaltslagen einzelner finanzschwacher Länder abhängen. Nach der Änderung des Gastschulabkommens zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein erhalten Hamburger Schulen in freier Trägerschaft für Schüler aus Schleswig-Holstein bis zu einem Drittel Finanzhilfe weniger. Für berufsbildende Schulen ist die Finanzhilfe für Schüler und Auszubildende aus Schleswig-Holstein ganz gestrichen worden. Vor diesem Hintergrund fordert der VDP, dass das Land Hamburg zumindest für diejenigen Schüler und Auszubildende den vollen Finanzhilfesatz an freie Schulen zahlt, die in einem Landkreis wohnen, der direkt an Hamburg angrenzt. Das entspräche auch dem Handlungsrahmen der sogenannten Metropolregion Hamburg. Für die beruflichen freien Bildungseinrichtungen fordert der Verband, den derzeitigen Finanzhilfestopp umgehend aufzuheben. „Es ist es nicht tragbar, dass die Ausbildung von Schleswig-Holsteinern nicht finanziert wird. Die Hamburger Unternehmen, beispielsweise aus der Luftfahrtbranche und aus dem IT-Bereich, benötigen dringend Nachwuchskräfte. Dabei spielt es für sie keine Rolle, aus welchem Bundesland die Auszubildenden stammen. Entscheidend ist vielmehr eine qualitativ hochwertige Ausbildung, die die Azubis unter der jetzigen Finanzierungssituation in Hamburg nicht erhalten können“, so Heinze weiter. Darüber hinaus seien auch der Bund und die Länder aufgefordert, über das Kooperationsverbot hinweg, eine bundeseinheitliche Lösung zu erarbeiten. „Wenn die Bundesländer alleine nicht Willens oder in der Lage sind, nachbarschaftliche Lösungen zu finden und allen ihren Bürgern länderübergreifend ein für die individuellen Bedarfslagen passfähiges Bildungsangebot zugänglich zu machen, dann muss hier der Bund aktiv werden“, so Heinze weiter. In Hamburg besuchen derzeit mehr 10,6 Prozent der Schüler (19.188) eine allgemeinbildende und 3,6 Prozent (2.144) eine berufsbildende Schule in freier Trägerschaft. Etwa 10 Prozent der Schüler freier Schulen stammen aus Schleswig-Holstein (Anteil bei staatlichen Schulen: 2 Prozent). Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. vertritt freie Bildungseinrichtungen im allgemein bildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Fachhochschulen und Hochschulen). Der 1901 gegründete Verband bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich. Zusammen mit den beiden konfessionellen Privatschulverbänden, dem Bund der Freien Waldorfschulen und der Vereinigung Deutscher Landerziehungsheime bildet der VDP die Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen. Verantwortlich für den Inhalt: Florian Becker, Pressesprecher
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